Sekundärgold mit überzeugender Ökobilanz

Die Herkunft des Goldes, welches zu Schmuck und Uhren verarbeitet wird, wird in Zeiten von Klimaveränderung sowie Debatte um internationale Sozialstandards zunehmend kritisch hinterfragt. Und das ist gut so. Denn die Fertigung von ästhetischen Luxusgütern sollte nicht mit Umweltzerstörung und sozialen Missständen einher gehen.

C.HAFNER setzt bei der Beschaffung seiner Edelmetalle ausschließlich auf Recycling von Altgold, dem sog. Urban Mining, welches in der eigenen hochmodernen Recyclinganlage aufbereitet und dem Edelmetall-Kreislauf zurückgeführt wird. Dass Gold aus Recycling der Förderung aus Minen ökologischer haushoch überlegen ist, hat eine unabhängige Studie des Instituts für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim nun festgestellt.

Höchste Umweltstandards

Die vom Bundesforschungsinstitut (BMWF) geförderte Studie analysiert mit Hilfe einer Ökobilanz ganzheitlich die Umweltauswirkungen entlang der Prozesskette der Sekundärgewinnung von Gold am Beispiel führender Scheideanstalten wie C.HAFNER.

Die Studie folgt dabei dem Ansatz,

  • den Energie- und Chemikalienverbrauch für die Sekundärgewinnung von Gold – auch im Vergleich zu anderen Routen – zu erfassen,

und

  • die Sekundärgewinnung von Gold aus hochwertigem Material in den Gesamtkontext Goldgewinnung einzuordnen.

Für eine ganzheitliche Betrachtung der Ökobilanz reicht die alleinige Beurteilung des Energieaufwandes zum Vergleich zwischen Primär- und Sekundärgewinnung nicht aus.
Vielmehr ist der gesamte Primärenergieeinsatz des gesamten Systems inklusive Vorketten zu berücksichtigen, wie:

  • Energiebedarf an Strom, Gas und Öl und deren Gewinnung (Strommix)
  • Einsatz von Chemikalien und die Energieintensität ihrer Herstellung

Des Weiteren wurden Kenngrößen wie z.B. Wasserverbrauch, und Treibhauspotentiale in die Betrachtung einbezogen.

Da wir bei C.HAFNER neben Gold auch andere Edelmetalle produzieren, müssen die analysierten Verbräuche den jeweiligen Edelmetallen möglichst gerecht zugeteilt (allokiert) werden. Hierzu wurde zum einen die ökonomische Allokation, also anhand verbrauchter Mengen multipliziert mit den Marktpreisen der wertschöpfenden Edelmetalle und zum anderen die rein physikalische Allokation mit den reinen Mengenverhältnissen der wertschöpfenden Edelmetalle angewandt.

Überzeugende Ökobilanz von Sekundärgold

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: beim Recycling aus Schmuck entstehen bei der Gewinnung eines Kilogramms Feingold jeweils 19 kg CO2.

Für die Gewinnung eines Kilogramms Feingold aus Elektroschrott werden immerhin 1000 kg COemmittiert – also Faktor 50 mehr als beim Recycling aus Schmuck.

Sehr kritisch fällt die Ökobilanz bei der Gewinnung eines Kilogramms Gold aus Primärmaterial (Minengold) aus. Hier werden ca. 38 t COfreigesetzt, also über 2000 (!) mal mehr als bei Recycling aus Schmuck.

CO2-Ausstoß bei der Goldförderung:

(Quelle: INEC)

Nutzen statt verbrauchen

Die Studie beweist nun den gewaltigen ökologischen Versprung von C.HAFNER bei der Goldgewinnung gegenüber allen alternativen Quellen. Wir können nun transparent nachweisen, dass recyceltes Gold einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.“

 

FAZIT Sekundärgold:  

  • Sekundär gewonnenes Gold macht rund ein Viertel des aktuellen globalen Angebots aus. In veröffentlichten Ökobilanzen wird aber mit primär gewonnenem Gold gerechnet, was zu einem sehr schlechten ökologischen Image von Gold führt.
  • Selbst bei sekundär gewonnenem Gold gibt es große Unterschiede. Der bisherige Fokus liegt auf Gold aus Elektronikschrott, was zu einer weiteren Verzerrung führt.
  • Das Recycling schneidet unter Umweltgesichtspunkten hervorragend ab.
  • Darüber hinaus spielen Aspekte wie Landverbrauch, Abholzung, ungeregelter Chemikalienverbrauch, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen bei Sekundärgold Made in Germany eine untergeordnete (marginale) Rolle.

 

Die Gewinnung von Edelmetallen aus Sekundärmaterial ist der nachhaltigste und ökologischste Weg zur Ressourcenschonung, um Edelmetalle im Kreislauf wieder nutzbar zu machen. Gold wird seit Jahrtausenden für seinen unvergänglichen Wert geschätzt und immer wieder aufgearbeitet, weshalb man davon ausgeht, dass weniger als 2% des jemals gewonnen Goldes verloren gegangen sind. Somit könnte Gold als Blaupause für alle Edelmetalle auf dem Weg zu einer Circular-Economy dienen.

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