Gold – wie lange steigt die Fördermenge noch?

Im vergangenen Jahr stieg die Minenförderung im achten Jahr in Folge. Insgesamt wurden über 3.255 Tonnen weltweit aus den Minen geholt, mehr als jemals zuvor und gut ein Prozent mehr als noch 2015. Für 2017 wird nochmals eine minimale Steigerung der Fördermengen erwartet, danach sollten diese aber stetig zurückgehen. In den 50 größten Minen der Welt kann durchschnittlich noch 11 Jahre weiter gefördert werden bis die Ressourcen erschöpft sind. Erfahrungsgemäß wird der Ausstoß aus diesen Minen in den nächsten Jahren bereits rückläufig sein. Erschwerend kommt hinzu, dass nach den Kursverlusten seit 2013, die Ausgaben für neue Explorationsvorhaben drastisch gekürzt wurden. Die Dauer vom Start der Erkundung einer neuen Mine, bis tatsächlich Gold gefördert werden kann, liegt bei mindestens fünf Jahren eher noch bei zehn Jahren.

Langfristig gesehen bedeutet ein knapperes Minenangebot höhere Kurse, es sei denn die fehlenden Mengen können durch recyceltes Material aufgefangen werden. Frühestens ab 2020 dürfte diese Verknappung physisch zum Tragen kommen. Da die Finanzmärkte die Szenarien in der Regel bereits deutlich früher abbilden, kann dies bereits mittelfristig höhere Kurse bedeuten.

Kurzfristig steht dem weiteren Anstieg des Goldkurses nichts im Wege, besonders die Unberechenbarkeit Donald Trumps sollte für Unterstützung sorgen.

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