Gold: Stagnation statt Reaktion auf geopolitische Risiken

goldpreis

In den vergangenen Wochen verharrte der Goldpreis im Bereich von 35,00 €/g. Trotz der neu aufgetretenen Krise in Katalonien und dem nach wie vor schwelenden Konflikt in Nordkorea notierte Gold zuletzt innerhalb einer sehr engen Bandbreite.

 

 

 

 

 

 

Und dabei hätte auch das Unabhängigkeitsbestreben Kataloniens durchaus Potenzial den Goldpreis zu treiben. Das weiterhin unter der Wirtschaftskrise leidende Spanien würde seine wichtigste Wirtschaftsregion verlieren und die EU müsste nach dem Brexit einen nächsten großen Dämpfer hinnehmen. Die Reaktion der Märkte auf letzteren ist bereits hinlänglich bekannt.

Eine Bremse für die Goldnotierungen ist die zuletzt schwache Investmentnachfrage. Nach einem starken letzten Quartal und einem guten Start in 2017 ging die Nachfrage nach Münzen und Barren zuletzt deutlich zurück. Hier erwarten wir für das letzte Quartal jedoch wieder eine Erholung, wenn auch nicht ganz auf das sehr hohe Niveau des Vorjahres.

In den vergangenen beiden Monaten verlor der Goldpreis zum Jahresende jeweils massiv. Dies erwarten wir für 2017 nicht in dem Maße, die Volatilität wird jedoch wieder zunehmen.

 

Torsten Schlindwein