Gold – Bitcoin & Co.

Eines DER Themen 2017 waren eindeutig die Kryptowährungen und deren phänomenaler Aufstieg. Scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht, erschienen die „Kryptos“ als eine einzigartige Erfolgsgeschichte, denn der Weg führte stetig nach oben. Es wurden auch erste Stimmen laut, dass Bitcoin, Ethereum und die Anderen mittelfristig als Ersatz für Gold taugen könnten.

Die Stimmung war jedoch etwas zu euphorisch und es kam, wie es kommen musste. Die Notierung hat sich seit Mitte Dezember halbiert und einige Länder haben den Handel bereits verboten bzw. eingeschränkt.

Auch als „Ersatz-Gold“ kann man die Kryptowährungen, bei aller Begeisterung für den Fortschritt, nicht bezeichnen. Es fehlt ganz einfach die Liquidität um die Kryptowährungen zu handeln. Das Handelsvolumen liegt bei unter einem Prozent der Goldhandelsmenge.

Daneben gibt es keinerlei einheitliche Regulierung der neuen Währungen. Jedes Land behandelt diese nach eigenem Ermessen, wohingegen der Goldhandel nahezu auf der ganzen Welt nach einheitlichen Regeln läuft.

Neben den ganzen Unterschieden kann sich aber auch der Edelmetallsektor den technischen Neuerungen nicht verschließen. Die London Bullion Market Association (LBMA) plant die Blockchain-Technologie einzusetzen, um die Integrität der Lieferkette des Goldmarktes zu verbessern. Die australische Perth Mint, einer der größten Player auf dem Markt, gab bekannt, bis 2020 eine mit Gold hinterlegte Kryptowährung einzuführen.

Man darf also gespannt sein, wohin sich die „Kryptos“ weiter entwickeln.

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