So war die Edelmetall- und Rohstoffmesse 2016 in München.

Edelmetall und Rohstoffmesse in München

Auf der Edelmetall- und Rohstoffmesse dreht sich alles rund um das Thema Investitionen. Wo lege ich mein Geld am besten an? Wohin gehen Entwicklungen in den Rohstoffmärkten? Falls Sie sich auch mit diesen Fragen beschäftigen, dann dürfte unser Bericht über die Messe interessant für Sie sein.

Daten und Fakten zur der Messe

Bereits seit 2005 findet die Edelmetall- und Rohstoffmesse in München statt, die letzten beiden Male im Museum der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Organisatoren sind Frank Hoffmann und Jan Kneist von den goldseiten.de. An den beiden Messetagen 03./04. November nahmen 110 Aussteller teil. Davon waren rund 60% Minengesellschaften. Die restlichen 40% waren Barren- und Münzhersteller, Börsenbriefe, Zeitschriften, Investor Relations, Edelmetall- und Münzhändler, andere Rohstoff-Unternehmen (außer Edelmetalle) sowie sonstige Unternehmen und Verbände aus der Investitionsbranche. Die beiden Messetage beinhalteten ein Vortragsprogramm mit hochkarätigen Referenten wie Thomas Schulte (Herausgeber des Börsenbriefs Der Silberjunge), Eugen Weinberg (Chef-Analyst der Commerzbank) oder Ronald-Peter Stöferle (Analyst und Fondsmanager).

Edelmetallmesse in MünchenÜber die genauen Besucherzahlen werden keine Statistiken geführt. Dass diese hoch sind, merkt man auch so. Die Gänge sind gefüllt und die Vortragssäle bei bestimmten Vorträgen sogar überfüllt. Die Besucherstruktur reicht von privaten Anlegern bis hin zu Geschäftspartnern.

 

Es hat sich wieder gezeigt, dass die Edelmetall- und Rohstoffmesse weniger an die Sammler, sondern viel mehr an Investoren gerichtet ist.

Gold- Ein neuer Bullenmarkt im Jahr 2017?

Dieses Jahr waren auffällig mehr Minengesellschaften aus dem Ausland vertreten. Das hängt unmittelbar mit dem gestiegenen Goldpreis und der einhergehenden Goldnachfrage zusammen. Nach der Aussage eines kanadischen Goldförderers nutzen die Goldminen die wirtschaftlich guten Zeiten, um verstärkt nach Investoren zu suchen. Dabei interessieren sie sich mehr für Anleger aus Europa als aus den USA und Kanada, da diese nachhaltiger und konservativer ihr Geld investieren würden.

Darüber, dass das kommende Jahr gut für Goldanleger sein wird, waren sich die meisten Experten auf der Messe einig. „Ein neuer Bullenmarkt für Gold habe begonnen“ so Hannes Huster vom Börsenbrief „Der Goldreporter“. Dies zeigte auch Florian Grummes (Eigentümer der Midas Touch Consulting) in seiner Chartanalyse. Die Begründung hierfür liegt nahe: es gibt keine Aussicht auf die Erhöhung des Realzinses, viel mehr ist dieser aktuell auf dem Weg nach unten. Folglich steigt der Goldpreis.

Andere Investitions-Alternativen zum Gold

Die Fachexperten raten dazu, sein Vermögen in unterschiedliche Segmente anzulegen, frei nach dem Motto „Die Mischung macht’s“. Denn falls es in einem Bereich Rückschläge geben sollte, wäre man in dem anderen gesichert. Die wichtigste Botschaft lautet dabei: Lege dein Geld in materielle Güter an und nicht in irgendwelche Briefe oder Zertifikate, denn letztere besäßen heutzutage nur wenig Sicherheit. Zum Gold gibt es reichlich andere Alternativen, die auf der Messe vorgestellt wurden. Man kann z. B. auf einem Waldgrundstück im Paraguay Bäume pflanzen lassen und diesen für eine bestimmte Zeit verpachten. Nach ca. 16 Jahren stehe die Abholzung an, an der man viel verdienen könne. Da die Weltbevölkerung wächst und die Ressourcen knapp werden, ist eine Investition in die Rohstoffe fast immer lohnenswert.

Auch Edelmetalle wie Silber werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Hannes Huster rät dazu, sich vor allem Rohstoffe wie Kupfer oder Zinn anzuschauen. Denn uns stehe eine Elektro-Zukunft u.a. mit Elektro-Autos bevor. Vorsichtig sollten Anleger seiner Meinung nach mit dem Lithium-Hype umgehen. Derzeit wird viel Werbung damit gemacht, dass Automobilhersteller Tesla Lithium in seine Elektro-Motoren einbauen wolle. Es entstehen bereits einige falsche Unternehmen in den USA, die auf dieser Story aufbauen und private Anleger damit in die Falle locken. Zum nächsten Anleger-Hype könne Kobalt werden. Ganz profitabel sollte nach Huster die Kohle als Anlage sein. Denn es gibt immer weniger Kohle-Produzenten, doch die Nachfrage nach diesem Rohstoff bleibt durch China und co. konstant. Kurzfristig könne man damit als Anleger gewinnen. Für eine langfristige Investition rät er allerdings davon ab.

Alles in allem waren Aussteller und Besucher optimistisch mit den aktuellen Entwicklungen an den Rohstoffmärkten. Für alle diejenigen, die sich für das Thema Investition interessieren, ist diese Messe ein Muss.

C.HAFNER war in diesem Jahr zum zweiten Mal mit einem Stand auf der Messe vertreten, um das aktuelle Barren-Sortiment zu präsentieren und um mit Händlern und Investoren ins Gespräch zu kommen, sowie Kundengespräche zu führen. Sehr positive Resonanz von den Besuchern bekam der neu eingeführte, gegossene 1-oz-Goldbarren. Auch die editierten Goldbarren zum 250 Jahre Goldstadt Jubiläum Pforzheim, die zum aller ersten Mal öffentlich präsentiert wurden, kamen sehr gut an. Wir sind gespannt auf das kommende Jahr!

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