„Big Maple Leaf“ – Was macht man mit einer 100 kg schweren Goldmünze?

Überall in den Nachrichten hört man vom spektakulären Diebstahl einer 100 kg Goldmünze in Berlin. In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 28.03.17, wurde die „Big Maple Leaf“ der Royal Canadian Mint, mit einem geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro aus dem Münzkabinett im Bode-Museum in Berlin gestohlen. Angeblich drangen die Diebe über eine Leiter  durch ein Fenster in das Museum ein, zerbrachen die Vitrine aus Panzerglas und verschwanden mit der Münze, die es weltweit nur 5 Mal gibt und die obendrein aus der Privatsammlung des Immobilieninvestors Boris Fuchsmann stammt.

Abgesehen von dem kuriosen Einbruch fragen sich viele, wie man eine solche Münze zu Geld machen kann. Die Münze als solche zu verkaufen ist nahezu unmöglich und wäre äußerst riskant. Wahrscheinlich ist es, dass die Münze eingeschmolzen wird. Hierfür müsste die Münze in kleine Teile zersägt werden und zusammen mit Altgold, Silber oder Kupfer zu einem Schmelzbarren gegossen werden.

Bei den Scheideanstalten gehen in solchen Fällen alle Alarmglocken an. Mit erhöhter Wachsamkeit und größter Vorsicht werden Materialeingänge geprüft, um auf diese Weise die Täter zu überführen.

 

Torsten Schlindwein