Das individuelle, kreative und präzise Dentale Handwerk – die 45. Jahrestagung der AG Dentale Technologie e.V.

Die alljährliche Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie e.V. bietet eine optimale Plattform zum fachlichen Austausch in der Dental Branche. Hier treffen sich berufserfahrene Zahnärzte und Zahntechniker, Auszubildende und Studenten sowie Vertreter der Dentalindustrie, um auf den neusten Stand in der Zahntechnik und Zahnmedizin zu kommen.

Dieses Jahr fand die Veranstaltung Ende Mai in Nürtingen statt, mit dem Fokus auf das Dentale Handwerk mit seiner Individualität, Kreativität, Präzision, sowie auf die Digitaltechnologie bei Zähnen und Implantaten.

In einem breiten Programm an Vorträgen und Workshops konnten sich die Teilnehmer/innen einen Überblick über aktuelle Themen in der Zahnmedizin und Zahntechnik verschaffen. Nach wie vor setzt die digitale Komponente ihren Siegeszug in der Zahntechnik und Zahnmedizin fort. Ob 3D Druck, Planung, Konstruktion und der digitalen Fertigung im Dentallabor all dies wurde von den Referenten ausführlich beleuchtet. Durch die Vielfalt und Möglichkeiten der digitalen Welt eröffnen sich neue Wege für den Zahnarzt und Zahntechniker. Doch auch das traditionelle Handwerk kam an den Tagen nicht zu kurz und wurde in unterschiedlichen Vorträgen veranschaulicht.

Trefflich zum Tagungsmotto „Das individuelle, kreative und präzise Dentale Handwerk“ war das Referat vom ZTM Jan-Holger Bellman. Hier rückte er das Thema „Patientenwunsch und die zahntechnische Machtbarkeitsbeurteilung“ in den Vordergrund. Dabei beabsichtigte er dem Publikum zu zeigen, dass eine reine Auswertung von mathematischen Formeln und metrischen Daten für eine funktionell-ästhetische Frontzahnrestauration nicht ausreicht. Vielmehr müsse man den Patienten mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen und daraus dann die Behandlungsplanung aufbauen. Der beste Weg hierfür ist bekanntlich die Kommunikation. Das Fundament sollte, nach Herrn Bellmann, die Zusammenarbeit von Zahntechniker, Zahnarzt sowie dem Patienten sein. In seinem Vortrag ging es weniger um das rein handwerkliche Geschick, sondern vielmehr darum wie ein Zahntechniker seine Arbeit ganzheitlich konzipieren kann.

Ein anderes, wichtiges Thema in der Dental Branche ist der Fachkräftemangel. Die Zahntechnik steht derzeit in einem rasanten Wandel. Heute müssen Zahntechniker neben dem analogen auch das digitale Handwerk beherrschen, um der Konkurrenz im Inland und vor allem der Konkurrenz aus dem Ausland standzuhalten. Die einzige Lösung um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken sei, laut ZTM W. Weisser, eine qualifizierte Ausbildung. Die Schulen und Labore müssen zügiger auf die Digitalisierung reagieren und duale Ausbildung müsse korrekt umgesetzt werden. Unter dem Titel „Qualifizierter Nachwuchs mit beruflichen Erfolgschancen auch noch in 20 Jahren“ fand dazu die Podiumsdiskussion statt.

In der begleitenden Industrie-Ausstellung hatten die Besucher auch in diesem Jahr die Gelegenheit, sich über die Neuerungen der teilnehmenden Firmen zu informieren. C.HAFNER präsentierte, als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft, seine Dienstleistung „Fräsen in Edelmetall“ mit ihrer Indikation für die Zahntechnik und Zahnmedizin im Digitalen Workflow.

Trotz des sommerlichen Wetters war die Veranstaltung an den 3 Tagen sehr gut besucht. Organisatorisch hatte Frau Stockburger und ihr Team in bewährter Weise wieder alles fest im Griff. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei.

Ihr
Nico Gabler