250 Jahre Goldstadt Pforzheim Jubiläum – Ein Resümee vom Hauptorganisator Herrn Baral

Goldstadt Jubiläum Pforzheim

Das große Jubiläumsjahr  in Pforzheim geht langsam zu Ende. Bis einschließlich Dezember sind noch Veranstaltungen geplant. Die Stadt mit bedeutender Geschichte und unterschiedlichen Facetten  hat es geschafft, das Jubiläumsjahr für alle Bürger regional und national greifbar zu machen. Ganz klar, ohne ein engagiertes  Organisationsteam wäre es nicht möglich gewesen.  Vor etwa einem Jahr hatten wir mit dem Hauptorganisator Herrn Baral über die Pläne zum Jubiläum gesprochen. Heute möchten wir über sein Resümee erfahren.

 

Fast geschafft! Herzlichen Glückwunsch zu einer sehr gelungenen Organisation des Goldstadt Jubiläums, auch wenn die Feier sich noch im Nachklang befindet. Könnten Sie mit einem Satz beschreiben  wie das Jubiläumsjahr für Sie persönlich war?

Die Feier hat alle meine Erwartungen übertroffen. Das muss man wahrscheinlich an der Stelle etwas näher erklären.

Ja gerne!

Gerhard Baral

Gerhard Baral
Foto: Sebastian Seibel

Zum einen war es die große Breite an Veranstaltungen, mit der wir so nicht gerechnet haben. Über 350 Veranstaltungen finden in diesem Jahr statt, sowohl in Pforzheim als auch in der Region. Dabei sind die Programmpunkte so vielfältig, dass alle Bürger vom Kindergartenalter bis ins Senioralter etwas für sich finden.  Es haben tatsächlich alle mitgewirkt – Vereine, Schulen, Unternehmen, Verbände, etc…

Zum  anderen war  die hohe Beteiligung seitens der Wirtschaft bemerkenswert. Wir konnten nahezu 80 Partner als Investoren gewinnen und damit 2,4 Mio. Euro für Sponsoring erzielen. Die Summe ist sogar höher ausgefallen als die, die wir aus öffentlichen Geldern bekommen haben. Und das hat es in Deutschland noch nie gegeben. Diese Tatsache sehen wir als ein Bekenntnis seitens der Wirtschaft zu der Region.

Des Weiteren übertraf auch die Anzahl der Eventbesucher immer wieder unsere Erwartungen,  ebenso  wie die gute Reaktion in der Presse. Es gab alleine im Fernsehen über 20 Berichte zum Jubiläum.

Was war Ihr Highlight des Jubiläums?

Mein Highlight war das große Angebot an Veranstaltungen. Das Jubiläum hat einiges in die Wege geleitet, was es davor so nicht gab. So z.B. die Erschaffung der Rube Goldbergmaschine. An dem Projekt haben alle Studierenden aus unterschiedlichen Fakultäten der Hochschule Pforzheim mitgewirkt, von Designern über Ingenieuren bis hin zu Wirtschaftlern. Seit der Fusion der Hochschule vor 25 Jahren war es das erste gemeinsame Projekt aller Studiengänge.

Welchen Einfluss hatte bzw. hat das Jubiläum auf Pforzheim?

Es war und ist  unser großes Ziel, das Jubiläum für die Stadt so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Und es ist uns sogar gelungen den verstaubten Ruf der Goldstadt für Pforzheim neu zu beleben. Denn heute sind neben der Schmuckbranche einige Unternehmen hier sehr erfolgreich tätig,  wie bspw. in der Oberflächentechnik oder Präzisionstechnik. Wir positionieren die Goldstadt als die Stadt der Hidden Champions, die wie bei Olympischen Spielen Gold anstreben und gewinnen.

Ferner wird in fünf Jahren die Ornamenta stattfinden, als internationales Forum für Design, Architektur und Stadtentwicklung. Bis dahin werden wir weiterhin an der Entwicklung der Stadt, die im Jubiläumsjahr angesetzt wurde, arbeiten.

Sind Sie also mit dem vorläufigen Resultat des Jubiläums zufrieden?

Abgerechnet wird immer am Ende. Ich glaube eine objektive Beurteilung kann man erst nach ein paar Jahren treffen. Doch bereits heute merkt man, dass die relativ pessimistische Einstellung vor allem in der nationalen Presse durch das Jubiläumsjahr aufgerüttelt wurde. Pforzheim hat eine lange Geschichte, eine beispielhafte Gegenwart und eine vielversprechende Zukunft.  Wir werden es also sehen.

Vielen Dank für das Gespräch Herr Baral!

Die noch anstehenden Veranstaltungen im Nachklang des Jubiläums sind jederzeit unter www.goldstadt250.de abrufbar.

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